Zurück zu dir

Warum du dich manchmal fremd im eigenen Leben fühlst 

Es gibt Tage, da läuft alles „normal“ – und trotzdem fühlst du dich bäh. 

Nicht krank. Nicht depressiv. Einfach… nicht bei dir. 

Du funktionierst, erledigst, bist freundlich – und innerlich leer oder gereizt ohne Grund. 

 Wenn du das kennst: Du bist nicht kaputt. 

Du bist nur nicht mehr bei dir. 

 Woran du es erkennst 

Du triffst Entscheidungen, die „vernünftig“ sind – und fühlst dich danach kleiner. 

 Du sagst Ja, obwohl dein Bauch längst Nein sagt. 

 

Du spürst dich im Körper weniger (Enge im Hals, Druck auf der Brust, flacher Atem). 

 

Du lächelst nach außen und fragst dich innerlich: „Wer lebt hier eigentlich mein Leben?“ 

 

Du bist müde, obwohl du geschlafen hast. Nicht erschöpft vom Tun – müde vom Anpassen. 

 

Das ist kein Defekt. Das ist ein Signal. 

 Warum das passiert 

Wir verlieren uns nicht an einem Tag. Wir verlieren uns in kleinen Schritten: 

Du willst Frieden und nimmst dich zurück. 

Du willst Anerkennung und machst dich passend. 

Du willst Sicherheit und schluckst deine Wahrheit. 

Du willst Nähe und verkleinerst deine Bedürfnisse. 

Jedes Mal ein Millimeter weg von dir. 

Bis du irgendwann aufwachst und dich fremd fühlst im eigenen Leben. 

Die größte Lüge: „Mit mir stimmt etwas nicht“ 

Wenn du dich fremd fühlst, fangen viele an, an sich herumzuschrauben: mehr Disziplin, mehr Routinen, mehr Tipps & Tricks. 

Aber du brauchst nicht „mehr“ – du brauchst dich. 

Diese Fremdheit ist kein Problem, das du fixen musst. 

Sie ist ein Ruf. Zurück. Zu dir. 

 Dein Körper weiß es zuerst 

 Bevor der Kopf es versteht, meldet sich der Körper: 

Enge = Grenze verletzt. 

 Druck = Übernahme fremder Last. 

 Schwere = zu lange gegen die eigene Wahrheit gelebt. 

 Nervosität = du stehst vor einer Entscheidung, die nicht mehr vertagt werden will. 

 Nimm diese Signale ernst. Nicht dramatisch. Ehrlich. 

Drei simple Schritte zurück zu dir 

 1) Anhalten (3 Minuten reichen). 

Setz dich hin. Beide Füße auf den Boden. Eine Hand aufs Herz, eine auf den Bauch. 

Atme dreimal tiefer, als du es für nötig hältst. 

Frage dich: „Was fühle ich wirklich – unter dem Funktionieren?“ 

 2) Benennen statt bewerten. 

Sag es leise oder schreib es auf: „Ich bin traurig / wütend / leer / überfordert.“ 

Kein „weil“, kein Erklären. Wahrheit zuerst. 

3) Ein kleines, klares Ja zu dir. 

Eine Mini-Entscheidung heute, die dich zurückholt: 

„Ich sage diesen Termin ab.“ 

 „Ich esse jetzt in Ruhe – ohne Handy.“ 

 „Ich spreche heute ein ehrliches Nein.“ 

Klein. Konsequent. Spürbar. 

 Was du NICHT mehr musst Dich rechtfertigen, wenn du Grenzen setzt. 

Dich passend machen, damit andere sich wohlfühlen. 

Stark sein, wenn du gerade weich bist. 

 Alles erklären. Deine Wahrheit darf einfach sein. 

 Wenn du Angst hast, „zu viel“ zu sein 

Die Angst, zu viel zu sein, ist oft nur die Erinnerung daran, wie lange du zu wenig von dir gezeigt hast. 

Echtheit überfordert nicht – sie sortiert. 

Menschen, die dich wirklich sehen, werden näher rücken. 

Der Rest darf gehen. Zurück zu dir ist kein Projekt 

Es ist kein 30-Tage-Programm. Es ist eine Entscheidung pro Moment. 

Heute ein ehrliches Nein. Morgen ein tiefer Atemzug. 

Übermorgen ein Gespräch, das du lange gemieden hast. 

Millimeter für Millimeter kommst du heim. 

Und auf einmal merkst du: Die Müdigkeit wird weniger. Der Atem wird tiefer.

Dein Blick wird klar. 

Nicht, weil „alles perfekt“ ist – sondern weil du wieder da bist. 

 Zum Schluss 

 

Wenn du dich gerade fremd fühlst, ist das kein Zeichen von Scheitern. 

Es ist ein Weckruf. Du bist nicht kaputt. 

Du warst nur nicht mehr bei dir. 

Zurück zu dir beginnt jetzt: ein Atemzug, ein Satz Wahrheit, ein kleiner Schritt in deine Richtung. 

Ich bin da. 

Atme. 

Komm heim.  

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